1.841. Sippung: Sebastiani – Mundart

Montag, am 18. Eismond a.U. 157

1.841 Sippung: Sebastiani-Sippung – Mundart   / Gedenktag: 20. Eismond

Stella Alpina 319 – Tauernburg – Clock 8 des Abends

Auf den Gedenktag des Heiligen, zugleich Gedenktag des hl. Fabian, beziehen sich zahlreiche Bauernregeln:

  • An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
  • An Fabian und Sebastian soll der Saft in die Bäume gahn.
  • Sturm und Frost an Fabian ist allen Saaten wohlgetan.
  • Fabian im Nebelhut, der tut den Pflanzen gar nicht gut.
  • Sebastian je kälter und heller – dann werden Scheuer und Fässer umso völler.
  • Sonnenschein um Fabian und Sebastian, der lässt den Tieren das Futter ausgah’n.
  • Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an.
  • Sebastian schneidet den letzten Zelten an.
  • Nach dem Fabianstag darf kein Holz mehr geschlagen werden.

    Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

    Nach einer Prozession im Jahr 680, in der die Reliquien des Heiligen durch die Straßen Roms getragen wurden, ging die Pestepedemie zurück und der heilige Sebastian wurde fortan als Pestpatron verehrt. Sogenannte Sebastianipfeile wurden als Amulett um den Hals getragen undsollten vor Krankheit und Pest schützen.

    Das Sebastianibrot wird an eben diesem Tage geweiht.

    Im Pinzgau gibt es den „Sebastiani-Schnapserl“, auch Gesundheitsschnapsel!

 

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